Mittelmeer

Tauchgebiete im Mittelmeer

Tauchen ist ein beliebter Urlaubssport. Um Wracks, Großfische oder Korallen zu betauchen, muss man jedoch nicht in die Südsee oder auf die Malediven jetten. Auch ein Tauchurlaub am Mittelmeer hat seinen Reiz, das Meer ist abwechslungsreich und beinahe das ganze Jahr hindurch ideale Temperaturen und gute Sichtweiten. Die Tauchgebiete im Mittelmeer bieten Steinküsten, Steinwände, herrliche Buchten, einfach für jeden etwas. Südspanien, Sardinien, Sizilien, Kroatien, Zakynthos, die Türkei, Zypern und vor allem Malta und Mallorca sind ideale Urlaubsziele für Freunde des Tauchsports.

Tauchgebiete auf Mallorca

Dutzende lohnende Tauchspots gibt es rund um Mallorca. Dabei kann man versunkene U-Boote bewundern, lichtdurchflutete Grotten und Barrakudaschwärme, Seepferdchen, Drachenköpfe und Mondfische sehen. La Dragonera, die vorgelagerte Dracheninsel ist ein ideales Tauchgebiet auf Mallorca. In nur zehn Minuten erreicht man mit einem Schlauchboot das Cap de Tramuntana, einst lebten hier Schmuggler und Piraten, heute leben nur mehr unzählige drachenähnliche Wesen, endemische Echsen, auf der Insel. 1995 wurde die Insel zum Naturpark erklärt, ankern und fischen ist hier verboten. Aus diesem Grund kann man beim Tauchen eine Fischvielfalt erleben, die es sonst nirgendwo gibt. Adlerrochen, Zackenbarsche Mondfische und natürlich Barrakudaschwärme. Es wurden auch schon Schildkröten, Delfine oder Seepferdchen beim Tauchgang gesichtet.

Die Stierinsel vor Palma – ein wahres Tauch-Eldorado

Ein weiteres Tauchgebiet auf Mallorca ist die Insel Toro, in der Nähe von Palma de Mallorca. Auch diese Insel steht unter Naturschutz und fischen ist verboten. Einer der besten Tauchspots an der Westküste von Mallorca. Auf „El Toro“, der Stierinsel kann man Schwärme von Goldriemenfischen erleben, aber auch Stachelmakrelen und Drachenköpfe oder Barrakudas kann man beim Tauchgang beobachten. In 24 bis 35 Meter Tiefe liegen einige Schiffswracks, in denen große Fischschwärme wohnen. Auf der Halbinsel Victoria findet man Dutzende Unterwasserhöhlen und Grotten und am Tauchplatz El queso tummeln sich Nacktschnecken, Muränen und Tintenfische im Wasser.

Die Inselgruppe um Malta

Nur 93 Kilometer südlich von Sizilien befindet sich Malta, seit 2004 der kleinste EU-Staat. Gemeinsam mit Gozo und Comino bildet Malta eine Inselgruppe, die sich zum Geheimtipp von tauchbegeisterten Urlaubern gemausert hat. Verträumte kleine Buchten wechseln sich mit schroffen Felsklippen ab, dazu das glasklare Wasser des Mittelmeers, ideal für einen Tauchgang. Aufgrund der kurzen Distanzen sind die Tauchspots auf Malta schnell zu erreichen, Taucherlebnisse mit Höhlen, Riffen und Wracks machen die Inselgruppe um Malta zu einem der interessantesten Tauchgebiete des Mittelmeers. Steiniger Meeresgrund, klares Wasser und minimale Gezeiten sorgen dafür, dass sich auch Taucheinsteiger hier wohlfühlen. Von seichten 12 Metern beim Ghar Lapsi bis zum Laternenpunkt mit mehr als 50 Meter Wassertiefe reicht die Bandbreite. Die schwache Strömung und das milde Klima machen Malta zu einem Ganzjahres-Tauchziel. Mehr als 10 Tauchgebiete für Anfänger und Fortgeschrittene bietet die Inselgruppe. Eines dieser Tauchgebiete auf Malta ist Cirkewwa, ein Traumplatz sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Taucher. Die Farben der Flora und Fauna beeindrucken, dazu kommen Höhlen, Dropoffs, die Statue der Madonna und das Wrack des Hochsee-Schleppers ROZI, der in 35 Metern auf Grund liegt. Um Tauchen zu dürfen, müssen alle Taucher eine medizinische Bestätigung vorweisen, jede Tauchschule auf Malta bietet diese medizinische Untersuchung an.